Chronik der Jugendfeuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Buchenbühl hatte im Lauf seiner Geschichte eigentlich schon immer Jugendliche im Alter zwischen  14. und 17. Jahren in seinen Reihen. So auch im Jahre 1993 als dies die Kameraden Benjamin Schumann und Reinhold Stolk waren.  Eine Notwendigkeit aus dieser Situation heraus eine Jugendfeuerwehr im Verein zu gründen, wurde bis zu diesem Zeitpunkt nicht in Erwägung gezogen. Nun war man aber Aufgrund neuer verschiedenster Anforderungen und Erkenntnisse mehr oder weniger gezwungen, die  Jugendfeuerwehr-Buchenbühl ins Leben zu rufen.

Aus heutiger Sicht war dies sicherlich mit einer der besten Entschlüsse um das Fortbestehen des Vereins sowie der Feuerwehr zu sichern. Als offizielles Datum können wir hier den 15.01.1994 nennen. Seit diesem Zeitraum sind wir offiziell beim Deutschen Feuerwehr-Verband in Bonn angemeldet. Als Jugendwarte wurden die Kameraden Dieter Plank und Stefan Roth eingesetzt bzw. gewählt. Vereinsintern wurde einstimmig beschlossen, dass den Jugendlichen, solange sie noch kein eigenes Einkommen haben, im Verein keinerlei Kosten entstehen. D.h. alle Kosten wie z.B.: Essen und Trinken, Kleidung etc. werden vom Verein übernommen. Der Schwerpunkt in unserer Ausrichtung sollte zunächst die Kameradschaft untereinander sein, gefolgt von der feuerwehr-technischen Ausbildung. Aber auch ein wichtiger Grund ist die Heranführung der Jugendlichen an das Berufsleben und natürlich auch die Tätigkeit im Verein. Ein Indiz hierfür ist, dass zum heutigen Zeitpunkt ein Großteil der verantwortlichen Ämter im Verein von „ehemals Jugendlichen“ der Jugendfeuerwehr übernommen wird. 

1994

Zunächst wurde aus rein rechtlichen sowie versicherungstechnischen Gründen ein gesundes Fundament geschaffen werden. So nahm zunächst ein Jugendwart bei einer 3tägigen Ausbildung in Würzburg teil. Hier wurden die verschiedensten, aber für das führen einer Jugendfeuerwehr notwendigen Aufgaben und Maßnahmen gelehrt. Mit der Teilnahme an den diversen Jugendwartsitzungen konnten wir sehr viele neue Erfahrungen mit den anderen Freiwilligen Feuerwehren Nürnbergs erwerben. Im Sommer des Jahres fand auch schon unser erstes gemeinsames Zeltlager über ein gesamtes Wochenende in der Nähe von Langenzenn statt. Hierfür wurde eigens ein Jugendfeuerwehrzelt angeschafft.

1995

Zum Glück stießen wir mit unserer Arbeit auf positive Resonanz, so dass wir in diesem Jahr drei neue Mitglieder (M. Schmitt;  A. Ardelean, H. Seifert) aufnehmen konnten. Zunächst wurden mit der Jugendgruppe eigene Übungen und Unterrichte getrennt von der Mannschaft durchgeführt. Erstmals nahmen die Jugendlichen mit Erfolg an der „Bayerischen Jugendleistungsspange“ teil, welche wir zusammen mit den Kameraden der Gründlacher Feuerwehr ablegten. Im Sommer folgte dann das zweite Zeltlager in Deckersberg, in der Nähe von Hersbruck. Zum Jahresende wurde der Wissenstest von allen Jugendlichen mit Bravour bestanden. Um auch die Eltern der Jugendlichen mit in unsere Arbeit einzubeziehen wurde erstmals ein Elternnachmittag durchgeführt.

1996

 In diesem Jahr hatten wir drei Neuzugänge. (M. Reichel; A. Herzig; S. Dunger) Erneut nahmen wir an einem Zeltlager in Pommersfelden teil. Der alljährliche Wissenstest wurde ebenfalls von allen bestanden. D. Plank gab sein Amt als Jugendwart an S. Mußwitz weiter.  Der Elternnachmittag wurde zum festen Bestandteil.

1997

Natürlich kommt es auch vor, dass der –Ein- oder –Andere- seine Interessen im Laufe der Zeit ändert und somit mussten wir uns leider erstmals von zwei Kameraden trennen. Ungeachtet dessen verfolgten die Anderen die Ausbildung mit regem Interesse. Der Wissenstest war in diesem Jahr nur eine erneute Hürde, an der wie immer mit Erfolg aller teilgenommen wurde.

1998

Was die Mannschaftsstärke betrifft, so hatten wir ein ausgeglichenes Jahr. Einer hat die Wehr verlassen, einer ist gekommen. (B. Rohrer) Da ein Großteil der Jugendlichen jetzt schon über 16 Jahre alt ist. können die Aufgaben bei Übungen erweitert werden. Beim Wissenstest werden statt der üblichen Urkunden jetzt Medallien übergeben. Um auch bei der Führung auf den neuesten Stand zu bleiben, nimmt ein Jugendwart erneut an einer Ausbildung in Würzburg teil.

1999

In diesem Jahr legten erneut alle die „Bayerischen Jugendleistungsspange“ ab, zumindest diejenigen, welche diese noch nicht erworben hatten. Bei einem Ab.- und einem Zugang (C. Schönfelder) blieb die Mannschaftsstärke gleich. Der Wissenstest, dessen Teilnahme Pflicht ist, wurde erneut von allen bestanden.

2000

Aufgrund der soliden Ausbildung und natürlich der tollen Mitarbeit der Jugendlichen wurde beschlossen, dass sich künftig die Jugendfeuerwehr an den Übungen der aktiven Mannschaft beteiligt. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass die Jugendlichen ab den 18. Lebensjahr in die aktive Mannschaft übertreten. In diesem Jahr waren es auf einem Schlag drei Jugendliche. Im Juli nahmen wir mit unserer Spritzwand beim Jubiläum des SB/BFN-Franken teil. Das wohl wichtigste Erlebnis aber in diesem Jahr war die Aufnahme unserer ersten Frau / Mädchen – Melina Drechsler. Die anfänglichen gehegten Vorurteile (von einigen) hatten sich innerhalb kürzester in Luft aufgelöst. Nach siebenjähriger Tätigkeit übergibt S. Roth sein Amt an R. Stolk.

2001

So geschah es, dass wir gleich zu Beginn des Jahres mit Tanja Dunger die zweite Frau / Mädchen aufnehmen konnten. Mit A. Herzig steigt ein ebenfalls ehemaliges Mitglied der Jugendfeuerwehr als Jugendwart ein. Drei weitere Kameraden konnten aufgenommen werden. (D. Vehmeyer; C. Zuber; R. Cornetto) Die Jugendgruppe präsentiert sich „Tag der offenen Türe“ im September am Siedlungswerk in Buchenbühl.

2002

Mitte des Jahres übernimmt A. Herzig vorerst alleine die Geschicke der Jugendgruppe. Ein Neuzugang ist für dieses Jahr zu verzeichnen. Aufgrund der guten Kameradschaft auch zu anderer Wehren wurden zahlreichen Kirchweihen unserer Partnerwehren besucht. Den Wissenstest braucht man eigentlich nicht mehr zu erwähnen.

2003

Als Prüfungen wurde in diesem Jahr auf die Bay. Jugendleistungsspange sowie den Wissenstest hingearbeitet. Mit der Jugendgruppe wurde am Weltkindertag teilgenommen. Die Freizeitaktivitäten kamen auch nicht zu kurz. Die erste LAN-Party wurde über ein gesamtes Wochenende am Gerätehaus durchgeführt. Erstmals hat man auch an einer Demonstration in München teilgenommen. Sage und schreibe fünf Kameraden konnten wir neu aufnehmen. (D. Blum; E. Dickert; M. Stelzer; M. Köhler; M. Müller) Jugendwart A. Herzig seinen Lehrgang in Würzburg abgeschlossen.

2004

Erstmals haben die Jugendlichen die so genannte „Jugendflamme“ abgelegt. E. Felsner steigt als Stellvertretener Jugendwart ein. Diverse Video / DVD Abende und eine große Anzahl von Sportlichen Aktivitäten runden die wirklich gute Kameradschaft im diesem Jahr ab.